#haveitreal Burger King

28.07.2020

Es gibt irgendwann eine Phase im Leben eines wie ich finde jeden Menschen, in der 

Bacon

von einer perlenden Aura, einem strahlenden Halo umgeben ist. Ein geradezu himmlischer Stoff, der bei ordnungsgemäßer Zubereitung ohrenbetäubend zwischen den Zähnen kracht und dessen prähistorischer Geschmack das Gehirn mit Fressgeilheit matt setzt. Bacon ... das ist Magie.

Und dann gibt es diese Phase, in der man verstanden hat, was Bacon eigentlich wirklich ist.

Und irgendwann, später, gelangt man an den Punkt (zum Glück keine Phase), der am besten mit "ach-ist-doch-egal" beschrieben ist und man bestellt mal wieder was mit Bacon. Vielleicht, weil einem Bilder wie diese den Mund gewässert haben:

(Screenshot Website Burger King)


Und dann, dann passiert so etwas (übrigens die "volle" Portion):

Nicht, dass man diesen Anblick nicht kennen würde. Oder dass dieser Marianengraben zwischen Bild und Realität neu wäre. Oder das man sich sonstwie irgendwelchen Illusionen hingegeben hätte. Nie war zu irgendeinem Zeitpunkt ernsthaft zu erwarten, dass hier ein Genuß-Versprechen eingelöst werden würde oder gar etwas entstehen könnte, das die landläufige Idee von "Essen machen" zumindest entfernt wenigstens kurz gestreift hätte. 

Und, ja, ich weiß, so ein Rant ist nicht besonders originell. Egal. Es ist nur immer wieder erschütternd, wie vollumfänglich perfekt das funktioniert, ein idealisiertes Bild hinzuhalten, das Verlangen auslöst und im Gegenzug Scheiße zu liefern, ohne dafür geteert und gefedert zu werden.

Das ist das eigentliche Wunder. Chapeau.

P.S.: Sehe gerade, dass der Bestellung Plastikmesser & -gabel beigefügt waren, was die Irritation abrundet.

Uwe Hentschel
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